Für eine zukunftsfähige Stadt

“Wir durchleben eine Rellion gegen die Zukunft. Die Zukunft wird sich durchsetzen.”
“We are living through a revolt against the future. The future will prevail.” — Anand Giridharadas

Künftigen Generationen Wege ebnen, Lebensqualität bewahren, Ressourcen sichern, neues Denken und Handeln fördern – kurz, auf die vielen Einflüsse und Veränderungen, die unser Leben betreffen, besser reagieren. Das steht auf unserer Agenda.

Es gibt vieles, was wir tun können, wenn wir es gemeinsam tun.
Wir sind offen für jeden und vor allem für Deine Ideen. Mach mit!

Inzwischen ist für alle Menschen spürbar: So geht es nicht weiter! Die Welt verändert sich viel schneller, als wir es erwartet haben. Covid 19 bremst uns aus, die Digitalisierung stockt, Verteilungskonflikte nehmen auch bei uns zu, Dinge, die wir tun, wirken sich woanders aus und umgekehrt. Energie und Rohstoffe werden von immer mehr Menschen beansprucht. Das Klima verändert sich. Die Natur macht schlapp oder stöhnt unter den menschlichen Belastungen.

Die Vermögensverteilung wird immer ungerechter. Politische Entscheidungswege sind oft lang und teilweise schwer nachvollziehbar. Die finanziellen Mittel der Kommunen sind knapp. Die Bürger sind zunehmend auf ihre eigene Verantwortung angewiesen. Echte Bürgerbeteiligung – in Oranienburg noch nicht ausprobiert.

Das Bundesverfassungsgericht hat am 29. April 2021 zugunsten der jungen Menschen geurteilt. Die Bundesregierung ist durch die gerichtlich höchste Instanz gebunden, ihre Versprechen zum Schutz der jungen Generationen einzulösen. Per Klimaschutz muss Deutschland muss bis 2030 seine Treibhausgas-Emissionen und damit seinen CO2-Ausstoß um 65% gegenüber 1990 reduzieren und bis 2045 klimaneutral sein.

Die Stadt Oranienburg tut seit ihrem Beitritt zur Charta von Aarlborg mit dem Beschluss der Stadtverordnetenversammmlung 735/1996 seit mehr als 25 Jahren zu wenig. Die in diesem Beschluss selbst gesetzten Ziele müssen, inzwischen dringend, erfüllt werden.

Wir müssen JETZT handeln! Aber wie?

Es heisst, man brauche 30% der BürgerInnen, um etwas zu ändern.

Deshalb haben wir einen offenen Brief an Bürgermeister Laesicke geschrieben, in dem wir fordern:

“Klimaschutz ist Chefsache, Herr Laesicke! Es ist die Verantwortung der Leitung unserer Stadtverwaltung! Es ist längst fällig, dass Sie jeden Sachgebietsleiter der Verwaltung und die Leiter aller städtischen Betriebe und Einrichtungen dazu auffordern, Ihnen einen Katalog mit Maßnahmen zu unterbreiten, wie der jeweils verantwortete Bereich zur Klimaneutralität und zur Anpassung an den Klimawandel beitragen kann, welche Risiken sich aus dem Klimawandel ergeben und wie diese zu bewerten sind. Wir erwarten von Ihnen, dass Sie diese Informationen umgehend einholen und zusammenführen. Die Einwohnerschaft, die Unternehmen und die Stadtverordneten dieser Stadt müssen von Ihnen aufgefordert werden, sich gemeinsam dem Klimawandel zu stellen und sich gemeinsam auf die erwartbaren Katastrophen und die damit verbundenen Folgen vorzubereiten.

Der Weltklimarat stellt eindringlich fest: Um einen Zusammenbruch des Weltklimas zu verhindern, müssten die weltweiten Treibhausgasemissionen in den nächsten 4 (!) Jahren ihren Höhepunkt erreichen – spätestens ab 2025 müssten die Emissionen sinken. Es bleibt noch diese Dekade, bevor sich das Zeitfenster zum Handeln schließt.

Wenn Oranienburg spätestens 2045 Klimaneutralität erreichen soll, brauchen wir so schnell wie möglich, allerspätestens bis zum Ende Ihrer Legislaturperiode (!), einen konkreten Beschluss, einen konkreten Plan mit konkreten Maßnahmen, konkreten Kosten und konkreten Umsetzungszeitpunkten. In jedem Fall brauchen wir schon jetzt einen konkreten Plan mit Anpassungs- und Notfallmaßnahmen.”