Oranienburg zukunftsfähig mitgestalten

Wir sind BürgerInnen, die sich ehrenamtlich engagieren. Uns beschäftigen die Fragen:

  • Wie können wir uns auf die massiven Veränderungen und Einflüsse durch die globale Erderwärmung besser vorbereiten?
  • Wie kann die Bürgerbeteiligung bei der Stadtplanung und Stadtentwicklung verbessert werden?
  • Wie können wir die Qualität unserer Gewässer in Zukunft sichern?
  • Wie können die BürgerInnen in Oranienburg von der Energiewende profitieren?
  • Wie kann die Mobilität unserer Stadt künftig aussehen?
  • Wie können wir regionale Produkte nutzen und regionale Wirtschaft fördern?
  • Wie stellt sich unsere Jugend ihre zukünftige Stadt vor?

um nur einige zu nennen.

Die Lokale Agenda 21 Oranienburg bringt diese Themen ein, um zukunftsorientierte Perspektiven für Oranienburg zu entwickeln und voranzutreiben. Es geht nur Miteinander – mit BürgerInnen, Fachleuten, VerteterInnen von Unternehmen, Politik und Stadtverwaltung an einem Tisch!

Wir organisieren Informationsveranstaltungen und Projekte zu zukunftsweisenden Themen.

Deshalb haben wir u.a. unser vom Bundesministerium für Umwelt gefördertes Projekt FOWAKS “Oranienburger Wasser im Klimawandel – Anpassungsstrategien” auf den Weg gebracht und durchgezogen, unsere Petition “Die EinwohnerInnen sollen entscheiden können, wie die Mitte Oranienburgs künftig aussehen soll!” auf die Beine gestellt, Schülerwettbewerbe organisiert, mit Vorträgen und Veranstaltungen vielfältig über Fakten und Handlungsoptionen informiert und neue Schilder für unseren Naturlehrpfad am Lehnitzsee entwickelt.

Unser Verein wird gefördert durch die Stadt Oranienburg.

Mit Beschluss Nr. 631/26/96 zur Beschlussvorlage Nr. 795/96 trat die Stadt Oranienburg der “Charta von Aarlborg” bei. Die Stadtverwaltung wurde beauftragt im Rahmen einer Lokalen Agenda 21 mit den Bürgern in den Dialog zu zukünftigen Aspekten des gesellschaftlichen Lebens zu treten.

Die Charta der Europäischen Städte und Gemeinden auf dem Weg zur Zukunftsbeständigkeit – Charter of European Cities & Towns Towards Sustainability – Aarlborg-Charta) wurde am 27. Mai 1994 auf der Europäischen Konferenz über zukunftsbeständige Städte und Gemeinden in der dänischen Stadt Aalborg verabschiedet und seitdem von rund 2.500 lokalen und regionalen Verwaltungen in 39 Ländern unterzeichnet. Sie enthält eine Selbstverpflichtung der unterzeichnenden Gebietskörperschaften für eine zukunftsbeständige, nachhaltige Politik und ist Ausgangspunkt der Europäischen Kampagne zukunftsbeständiger Städte und Gemeinden (Sustainable Cities and Towns Campaign).

In der Charta enthalten ist die Agenda 21

Die Agenda 21 ist ein entwicklungs- und umweltpolitisches Aktionsprogramm für das 21. Jahrhundert, ein Leitpapier zur nachhaltigen Entwicklung, beschlossen von 172 Staaten auf der Konferenz für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen (UNCED) in Rio de Janeiro (1992). An dieser Konferenz nahmen neben Regierungsvertretern auch viele nichtstaatliche Organisationen teil. Nachhaltige Entwicklung – und damit die Agenda 21 – ist vielerorts zur Leitlinie öffentlichen Handelns geworden.

Ihre kommunale Umsetzung ist die Lokale Agenda 21.

Die 17 Ziele (SDGs) der Vereinten Nationen (UN)

Die Weiterentwicklung der Agenda 21 ist die internationale Agenda 2030 mit ihren 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs). Die internationale Agenda 2030 ist ein globaler Fahrplan für die Zukunft. Mit der Agenda 2030 will die Weltgemeinschaft weltweit ein menschenwürdiges Leben ermöglichen und dabei gleichsam die natürlichen Lebensgrundlagen dauerhaft bewahren. Dies umfasst ökonomische, ökologische und soziale Aspekte. Alle Staaten sind aufgefordert, ihr Tun und Handeln danach auszurichten. Seit 2016 arbeiten alle Länder daran, diese gemeinsame Vision bis 2030 umzusetzen.

Die Bundesregierung hat dies einem Nationalen Aktionsplan zur Nachhaltigen Entwicklung – der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie – umgesetzt, die erstmals 2002 beschlossen wurde.

Im Koalitionsvertrag vom März 2018 haben sich CDU, CSU und SPD zur ambitionierten Umsetzung der Agenda 2030 der Vereinten Nationen mit ihren 17 globalen Nachhaltigkeitszielen und zur Förderung einer nachhaltigen Entwicklung als Maßstab des Regierungshandelns bekannt. Dabei ist die Strategie kontinuierlich und ambitioniert weiterzuentwickeln. Das beschloss das Kabinett am 7. November 2018 zusammen mit weiteren Aktualisierungen der Nachhaltigkeitsstrategie.

Das Land Brandenburg hat 2014 eine Landes-Nachhaltigkeitsstrategie beschlossen. Die Strategie reicht über die direkten Einflussmöglichkeiten der Regierung hinaus und bietet Anknüpfungspunkte für nachhaltiges Handeln für Bürgerinnen und Bürger, Wirtschaft, Wissenschaft und Kommunen. Im Mai 2019 beschloss die Landesregierung die Fortschreibung der Landesnachhaltigkeitsstrategie.

Es gibt noch viel zu tun

Sowohl Lob für die bestehende Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie als auch Hinweise auf weiteren Änderungsbedarf – dies ergab sich aus dem Expertenbericht zur Nachhaltigkeitspolitik vom Juni 2018. Die bisherigen Erfahrungen mit der Umsetzung der Agenda 2030 national wie global zeigen: Wir können nachhaltiger werden. Zugleich wird klar: Wir müssen noch sehr viel tun. Denn auch in Deutschland sind wir an vielen Stellen noch weit von einem nachhaltigen Wirtschaften und einem nachhaltigen Lebensstil entfernt.