Die Ulme (Ulmus)

Ulmen sind weltweit in der gemäßigten Klimazone verbreitet. In Mitteleuropa kommen die drei Arten Flatterulme (Ulmus laevis), Feldulme (Ulmus minor) und Bergulme (Ulmus glabra) vor. Feldulme und Flatterulme stehen in den Auwäldern europäischer Flüsse, die Bergulme wächst im Hügelland und in den Alpen bis in Höhenlagen von 1400 m. Ulmen vertragen selbst schlechte, mit Schadstoff en belastete Luft und eignen sich deshalb zur Bepflanzung von Ballungsgebieten und innerstädtischen Grünanlagen.

Das Holz der Ulme ist zäh, mäßig hart, sehr stoß- und druckfest, gut zu bearbeiten und wird „Rüster“ genannt. Das wertvolle Holz wird zu Furnieren, Möbeln, Parkett und Täfelungen verarbeitet. Seit den zwanziger Jahren des vorherigen Jahrhunderts wird der Ulmenbestand durch das „Holländische Ulmensterben“ dezimiert. Von den Pilzen Ophiostoma befallene Bäume verdorren nach und nach, oft vergeht vom Befall bis zum Tod weniger als ein Jahr. Die Bemühungen um die Züchtung von Ulmensorten, die resistent gegen diese Krankheit sind, bildet den Schwerpunkt im Kampf gegen das Ulmensterben.
Die wechselständig angeordneten Laubblätter haben eine asymmetrische eiförmige oder runde Form mit gezähntem Blattrand und sind im Jugendstadium essbar.

Wuchs:

sommergrüne Sträucher oder Bäume, Wuchshöhen bis 35 m.

Blüte:

zwittrige Blüten im März vor den Laubblättern, angeordnet in kleinen traubigen Blütenständen.

Frucht:

flach nussförmige Früchte, umgeben von einem häutigen Flügel, der ihre Verbreitung durch den Wind sichert, nur wenige Tage keimfähig.

Die Wurzeln bilden ein tiefes Wurzelgeflecht. Als einzige Baumart Mitteleuropas kann die Flatterulme Brett wurzeln ausbilden. Diese spezielle Ausbildung der Stammbasis ermöglicht der Flatterulme das Überleben an Standorten, die bis zu 100 Tage im Jahr überflutet sein können.

Inhalt und Bilder: Dr. Claus Kuhnhardt