Spätblühende Traubenkirsche (Prunus serotina)

Die Spätblühende Traubenkirsche ist ursprünglich in Nordamerika beheimatet. Als Neophyt hat sie sich in Europa stark ausgebreitet. Sie kommt insbesondere in lichten Wäldern, auch als Unterholz, und in Ufergebüschen vor. Wegen Wurzelaustrieb und Vermehrung durch von Vögeln ausgeschiedene Samen zählt sie zu den stark invasiven Neophyten und wird von Förstern als Waldpest bezeichnet.

Standort:

Auf feuchten Sand- und Lehmböden, hauptsächlich im Tiefland, verträgt schadstoffbelastete Stadtluft .

Wuchs:

Sträucher und kleine Bäume (bis 20 m) sind die häufigsten Wuchsformen.

Blüte:

bis zu 30 weiße, stark duftende Blüten (Mai bis Juni) in einer bis 15 cm langen Traube.

Frucht:

Die Steinfrüchte zuerst hellrot, Färbung mit zunehmender Reife über violett -rot nach schwarz, essbare Kirschen, Reife Ende Juli bis Ende August, aromatisch-süß, haben aber einen unangenehm bitteren Nachgeschmack, können zu Säften oder Mus verarbeitet werden.

ACHTUNG: Die Kerne in den Steinfrüchten sind für Mensch und Tier GIFTIG!

Der Stamm bzw. die Äste sind mit einer braunen glatt en Rinde bedeckt, das Holz kann zur Herstellung von Möbelfurnieren benutzt werden.

Inhalt und Bilder: Dr. Claus Kuhnhardt