Die Rotbuche (Fatus sylvatica)

Die Rotbuche ist in weiten Teilen Europas von Südskandinavien bis Sizilien heimisch. Mit einem Anteil von 15% ist sie der häufigste Laubbaum in Deutschlands Laubmischwäldern. Gezüchtete rotblättrige Exemplare findet man in Parks. Zur Überführung reiner Kiefernwälder in Mischwälder wird die Rotbuche gezielt zwischen die Kiefern gepflanzt. Dieser Waldumbau wird durch den Klimawandel zunehmend gefährdet, da die Rotbuchensetzlinge lange sommerliche Dürreperioden nicht überstehen. Auch die ausgewachsenen Rotbuchen sind von der Trockenheit betroffen. An einem warmen Sommertag verbraucht eine Rotbuche bis zu 400 Liter Wasser und wandelt durch die Photosynthese 6-13 kg Kohlendioxid in 5-10 kg Sauerstoff und 12 kg Zucker um. Das leicht rötliche Holz der Rotbuche lässt sich gut hobeln und drechseln, seine große Härte macht es zur Parkett – und Möbelherstellung geeignet.

Standort:

bevorzugt nährstoffreiche Sand- bis Lehmböden, braucht 500 bis 700 mm Jahresniederschlag und Jahresdurchschnittstemperaturen >8°C.

Wuchs:

bis 30 m, im dichten Wald auch bis 45 m.

Blüte:

zeitgleich mit den Blättern von April bis Mai, männliche und weibliche Blüten in getrennten Blütenständen auf einem Baum.
Männliche Blüten: in 3-5 cm langen, herabhängenden Büscheln.
Weibliche Blüten: aufrecht stehend mit jeweils drei rosafarbenen, herausragenden Narben.

Frucht:

als Bucheckern bekannte Früchte sitzen zu zweit in einer vierlappigen stachligen Hülle, die sich im Herbst auffaltet und die Früchte entlässt, willkommenes Nahrungsangebot für Mäuse, Wildschweine und Vögel.

Die Rinde der Rotbuche ist an Ästen und am Stamm grau gefärbt, beim Dickenwachstum dehnt sich die Rinde mit und bleibt bis ins hohe Alter dünn und glatt .

Inhalt und Bilder: Dr. Claus Kuhnhardt