Die Robinie (Robinia pseudoacacia)

Die Robinie ist ein Schmetterlingsblütler aus der Familie der Hülsenfrüchte. Sie ist ein in Nordamerika heimischer Baum, der 1601 vom französischen Hofgärtner Jean Robin in Europa eingebürgert wurde. Robinien sind invasive Neophyten, die allein in Brandenburg eine Fläche von ca. 8100 ha bedecken. Ausdehnung und Verdichtung der Bestände erfolgt wegen des vegetativen Wachstums der Wurzelausläufer sehr schnell. Sie kommt mit den für Brandenburg typischen sommerliche Trockenperioden sehr gut zurecht.

Da das Holz gegen Fäulnis und Holzschädlinge auch ohne giftige Holzschutzmittel sehr widerstandsfähig ist, wird es häufig zur Herstellung von Geräten auf Kinderspielplätzen genutzt. Auch für Möbelfurniere, Parkett , Konstruktionen mit starker Beanspruchung im Berg- und Wasserbau, Sportgeräte, Pfähle und Schiffsmasten ist Robinienholz einsetzbar.

In letzter Zeit wird auf mageren Sandböden Robiniengebüsch für die Gewinnung von Holzpellets für Heizzwecke angebaut.

Standort:

geringe Ansprüche an die Bodenverhältnisse

Wuchs:

extrem schnellwüchsig.
Nach nur 5 Vegetationsperioden kann der Baum eine Höhe von 10 m und einen Durchmesser von 9,5 cm erreicht haben.

Blüte:

weiße, stark duftende zwittrige Blüten in hängenden Trauben, bilden reichlich Nektar.

Frucht:

4-12 giftige Samen in flachen 5-10 cm langen Hülsen, die zum Jahresende abfallen und die Samen freigeben.

An der tief gefurchten Rinde und den gefiederten Blättern ist die Robinie leicht zu erkennen. Sie wird erst im späten Frühjahr grün. Die einzelnen Blättchen besitzen kleine Gelenke, mit denen sie bei großer Hitze nach unten klappen können. Robinien liefern trotz ihrer Schnellwüchsigkeit sehr festes Holz mit hervorragenden technischen Eigenschaft en. Diese Fähigkeit verdanken sie der Symbiose mit Knöllchenbakterien, die Luftstickstoff binden und der Robinie nutzbar machen.

Inhalt und Bilder: Dr. Claus Kuhnhardt