Die Pappel (Populus)

Die Pappel aus der Familie der Weidengewächse ist in Eurasien und Nordafrika weitverbreitet. Größere Bestände gibt es an den großen europäischen Flüssen (Loire, Rhone, Donau, Elbe, Rhein). In Mitteleuropa sind die Schwarz-Pappel (Populus nigra), die Silber-Pappel (Populus alba) und die Zitter-Pappel (Populus tremula) heimisch. Daneben sind deren natürliche Hybride Grau-Pappel (Populus canascens) und kanadische Pappel (Populus canadensis) anzutreffen. Eine besondere, aus Persien stammende Pappelart, die schmal säulenförmige Pyramidenpappel, wird als Windschutz an Landstraßen gepflanzt.

Pappelholz lässt sich gut bearbeiten und wird zur Produktion von Cellulose, Holzwolle, Zündhölzern und Brennmaterial verwendet, es ist das zur Zeit billigste Holz am Markt. Silber-Pappeln sind dank ihrer wollig filzig behaarten Blätter in der Lage, große Mengen von Schmutzpartikeln aus der Luft zu filtern.

Standort:

bevorzugt gut nährstoff – und wasserversorgte Kies- und Sandböden.

Wuchs:

bis 30 m Höhe

Blüte:

vor der Entfaltung der Laubblätter.

Männliche und weibliche Blüten wachsen auf getrennten Bäumen.

Männliche Blüten: rötlich, bis zu 12 cm lang, hängen schlaff herab,

weibliche Blüten: grün, Fruchtknoten mit zwei gelben Narben.

Bestäubung erfolgt durch den Wind.

Frucht:

Die kleinen, flaumig behaarten Samen werden vom Wind weit getragen. Zur Reifezeit schwirren die Wattebausch ähnlichen Früchte massenhaft umher und sammeln sich in weißen Schichten auf Wegen und Straßen.

Junge Bäume besitzen eine glatte graue Rinde, später bildet sich eine grau-braune Borke mit grober Struktur. Pappeln bilden ein ausgeprägtes Horizontal-Wurzelsystem dicht unter der Bodenoberfläche, aus dem häufig Schösslinge nach oben austreiben, sodass ausgedehnte Klon-Kolonien in der Umgebung eines Baumes entstehen können.

Inhalt und Bilder: Dr. Claus Kuhnhardt