Die Hainbuche (Carpinus betulus)

Die Hainbuche, auch Weißbuche, aus der Familie der Birkengewächse ist nicht mit der Rotbuche verwandt. Sie wächst in Europa und Westasien und zählt zu den wichtigsten heimischen Laubbäumen. In Gärten und Parks bilden regelmäßig geschnittene Weißbuchenreihen dichte Hecken.

Das Holz der Hainbuche ist weiß bis weiß-grau. Es ist sehr hart, härter als das der Rotbuche und der Eiche. Es wird zur Herstellung von Parkett und bestimmten Werkzeugen genutzt.

Standort:

bevorzugt tiefgründige humose Lehmböden.
In feuchten Böden beschränkt sich das Wurzelsystem auf die oberen 35 cm, daher an diesen Standorten windbruchgefährdet.

Wuchs:

bis 25 m
In geschlossenen Beständen bilden die Stämme bis 10 m lange Schäfte, freistehende Exemplare bilden mächtige breite Kronen aus.

Blüte:

Männliche und weibliche Blüten wachsen auf einem Exemplar und entfalten sich kurz vor oder zusammen mit den Laubblättern.

Männliche Blüten stehen in vielblütigen 4-6 cm langen hängenden gelb-grünen Kätzchen zusammen.

Weibliche Blüten mit vorstehenden roten Narben stehen mehrblütig in 2-4 cm langen Blütenständen zusammen.

Frucht:

6-9 mm lange nussige Früchte, eingehüllt in dreilappige Flügelblätter, die zur Fruchtreife vertrocknen und der Verbreitung durch den Wind dienen.

Die Rinde der Hainbuche ist grau, dünn und glatt und kann bei alten Bäumen in Längsrichtung aufreißen.

Inhalt und Bilder: Dr. Claus Kuhnhardt