Die Gemeine Esche (Fraxinus excelsior)

Die gemeine Esche (Fraxinus excelsior) aus der Familie der Ölbaumgewächse ist in Europa heimisch, ist aber auch in Asien und Nordamerika verbreitet.
Das zähe und elastische Holz gehört nach Buchen- und Eichenholz zu den wichtigsten Laubnutzhölzern Mitteleuropas und wird zur Herstellung von Werkzeugstielen, Sportgeräten und Biegeformteilen verwendet.

Standort:

Auen- und Schluchtwälder, auch häufiger Park- und Straßenbaum.

Wuchs:

bis 40 m Höhe. Die Esche zählt damit zu den höchsten Laubbaumarten Europas.

Blüte:

Erscheint vor den Laubblättern als seitenständige Rispe an den Sprossen des Vorjahres. Sie sind zwittrig und bestehen aus einem grünlichen Fruchtknoten und zwei Staubblättern mit zunächst purpurroten Staubbeuteln.

Die Esche wird als einzige Art der Ölbaumgewächse vom Wind bestäubt.

Frucht:

reifen als geflügelte Nussfrüchte, hängend an dünnen Stielen als Rispen von Oktober bis November. Sie fallen während des Winters ab. Der Flügelsaum der Früchte trägt sie im Wind bis zu 60 m vom Standort des Baumes. Die Samen ruhen etwa 2 Winter bevor sie austreiben, können aber auch 6 Jahre keimfähig bleiben.

Die Rinde junger Bäume ist grünlich bis glänzend grau, ab einem Alter von etwa 15 Jahren wird eine dicke Borke ohne Bastfasern gebildet.

Seit Anfang der 1990er Jahre sterben im nordwestlichen Teil von Polen Eschen in großer Zahl ab. Welken und Abfallen der Blätter sowie Absterben von Zweigen und Wipfeltrieben führt zum Absterben vor allem jüngerer Bäume. Diese Krankheit wird als Eschensterben bezeichnet und hat sich in ganz Europa ausgebreitet. Man rechnet mit dem Absterben von etwa ein Dritt el der Eschen in Deutschland. Hauptverursacher der Schädigung ist neben anderen Pilzen der Schlauchpilz Chalara fraxinea.
Forscher sind dabei, europäische Eschen zu züchten, die eine natürliche Resistenz gegen den Pilz besitzen.

Inhalt und Bilder: Dr. Claus Kuhnhardt