Die Schwarz-Erle (Alnus glutinosa)

Sie ist in ganz Europa verbreitet, kommt aber auch in Asien und Nordafrika vor. Im Norddeutschen Tiefl and gibt es große zusammenhängende Bestände (Spreewald).
Die Verlandungsbereiche von Lehnitz- und Grabowsee bei Oranienburg sind durchgehend von Schwarz-Erlen besiedelt.
Erlenholz ist unter Wasser äußerst beständig und wurde in der Jungsteinzeit zur Errichtung von Pfahlbauten verwendet.

Standort:

bevorzugt feuchte bis nasse Ufer von Fließ- und stehenden Gewässern und feuchte Mulden.

Wuchs:

gerade wachsend, bis 30 m Höhe, Stammdurchmesser bis 1 m.

Blüte:

Zeitiges Frühjahr (Februar bis April), vor der Entfaltung der Laubblätter. Männliche und weibliche Blüten wachsen auf einem Baum.

männliche Blüten: 5-10 cm lange Würstchen, erst rötlich, dann durch den gebildeten Pollen gelb gefärbt,

weibliche Blüten: 3-5 etwa 5 mm lange unscheinbare weibliche Kätzchen sitzen an kurzen Stielen an der Basis der männlichen Blüten. Die Bestäubung erfolgt durch den Wind.

Frucht:

1-2 mm große Nussfrüchte (September/Oktober)
bilden sich aus dem weiblichen Blütenstand und sitzen in bis 1,8 cm langen holzigen schwarzen Zapfen,
fallen im Herbst bis zum Frühjahr aus den Zapfen und besitzen luftgefüllte korkige Auswüchse, die ihre Schwimmfähigkeit und Windverbreitung sichern.
Die Zapfen bleiben den gesamten Winter über am Baum.

Die glatte Rinde junger Bäume ist grünbraun gefärbt, mit zunehmendem Alter nimmt sie eine schwarzbraune Färbung an und entwickelt sich zu einer rissigen Schuppenborke. Frische Schnittstellen zeigen zuerst eine weiß-rötliche Färbung, nehmen aber durch Luftoxydation schnell eine gelbrote Färbung an.

Inhalt und Bilder: Dr. Claus Kuhnhardt