Klimawandel heute und in der Zukunft

Die ausgeprägten Trockenperioden 2016 bis 2017, extremer Starkregen im Sommer 2017 und die lang anhaltende Trockenheit im Jahr 2018 bis in den Sommer 2019 – das waren unmittelbar aufeinander folgende Wetterperioden, die als „Blaupausen“ des zu erwartenden bzw. eingetretenen Klimawandels betrachtet werden können. Ein deutliches Zeichen für den bereits statt findenden Klimawandel ist der Anstieg der Temperatur, dargestellt am Beispiel der zu Oranienburg nächstgelegenen Wetterstation des Deutschen Wetterdienstes in Zehdenick. Die Jahresmitteltemperatur ist im linearen Trend seit 1950 um ca. 1,5°C gestiegen.

Trockenheit einerseits und häufigere, verstärkte Extremereignisse (Hitze, Hochwasser) andererseits, fortsetzen und zunehmen werden.
Grundsätzlich besteht unter den Fachleuten folgender Konsens zu Auswirkungen des Klimawandels in unserer Region bis 2100:
• Es wird erwartet, dass die Temperatur im Jahresmittel weiter ansteigt. Dies wird die Verdunstung weiter verstärken.
• Die Niederschläge werden im Jahresmittel voraussichtlich wenig steigen. Dabei wird eine Verschiebung der Niederschläge aus dem Sommer in den Winter erwartet. Einige Simulationsmodelle gehen von sinkenden Jahresniederschlägen aus.
• Die höhere Verdunstung wird zu einer Abnahme der Gebietsabflüsse führen. Das verfügbare Wasserdargebot wird geringer.
• Es ist mit einer Zunahme von Extremereignissen wie Trockenperioden (z. B. 2018-2019!) und extremen Starkregenereignisse zu rechnen (z. B. Sommer 2017)!

Inhalt und Bilder: Prof. Dr. Stefan Kaden