Anpassung an den Klimawandel – Gärten

Folgen des Klimawandels

Die ausgeprägten Trockenperioden 2016 bis 2017, extremer Starkregen im Sommer 2017 und die lang anhaltende Trockenheit im Jahr 2018 bis 2020 – das waren unmittelbar aufeinander folgende Wetterperioden, die als „Blaupausen“ des zu erwartenden bzw. eingetretenen Klimawandels betrachtet werden können.
Ein deutliches Zeichen für den bereits statt findenden Klimawandel ist der Anstieg der Jahresmitteltemperatur. Diese Tendenz und die Zunahme von Extremereignissen wie lange Trockenperioden und extremer Starkregen wird sich mit dem Klimawandel verstärken!

Die Folge und Veränderungen sind auch in Gärten gravierend. Z.B.:
Veränderungen der Anfangszeiten charakteristischer Vegetationsstadien: Apfelbäume blühen früher, Eichen verlieren ihr Laub später.
Frühe strahlungsintensive Tage, heiße, trockene Sommer und eine ungleichmäßige Niederschlagsverteilung setzen Obst und Gemüse unter Dauerstress.
Einige traditionelle Gartenpflanzen gedeihen eventuell nicht mehr oder schlechter.
Schwer zu bekämpfende, invasive Arten wie Ambrosia, Riesenbärenklau, Eschen-Ahorn, Kanadische Goldrute, Indisches Springkraut breiten sich stärker aus.
Bekannte Schädlinge und Krankheiten wie Blattläuse, Apfelwickler, Echter Mehltau und Rostpilze treten früher und häufiger im Jahr auf.
Neue, wärmeliebende Schädlinge breiten sich aus, wie Buchsbaumzünsler, Maiswurzelbohrer, Eichenprozessionsspinner, Kirschessigfliege, Walnussfliege, Marmorierte Baumwanze.

Gewinner:

Rosen, Zwiebel- und Knollengewächse – z.B. Lilien und Zierlauch, Lavendel, Ringelblume, Katzenminze, Rosmarin, Königskerzen

Verlierer:

Hortensien, Rhododendren

Was kann man tun?
ein aktives Bodenlebens und eine stabile Bodenstruktur schaff en
widerstandsfähige und klimatisch angepasste standortgerechte Pflanzen wählen
Regenwasser zur Bewässerung verwenden
Bewässerungssysteme zur gezielten Bewässerung im Wurzelbereich einsetzen
Mulchen zur Verringerung der Verdunstung
u.a.

Weitere Informationen in unserer Broschüre „Mein Garten im Klimawandel“/p>

Inhalt: Birgit Kodian, Dr. Sabine Granda