Holunder

Sammeln der Blüten

Die Blütendolden werden um die Sommersonnenwende geerntet. Das Wetter sollte schon am vorausgegangenen Tag trocken gewesen sein. Am besten wird morgens oder abends gepflückt, nicht in der prallen Sonne. Bienen sollten den Strauch noch nicht aufgesucht haben.

Geeignet sind trockene, elfenbeinfarbene Dolden ohne Läusebefall und verwelkte Blüten. Sie werden mit einer Schere abgeschnitten und locker in einen Korb oder Stoffbeutel gesammelt.

Die Ernte sollte sofort verarbeitet werden.

Verarbeiten der Blütendolden

Trocknen der Blütendolden für Tee:

Die Dolden einzeln auf einen mit Seide oder dünner Baumwolle bespannten Rahmen legen oder einzeln aufhängen. Getrocknet wird an einem luftigen, nicht zu hellen Ort, z.B. Dachboden. Gut getrocknete Pflanzen sollten lebendig aussehen und stark duften. So können sie in  Braungläsern oder dicht verschließbaren Dosen bis zu 6 Monate aufbewahrt werden.

Die getrockneten Dolden sollten erst kurz vor der Teezubereitung zerkleinert werden, um die Wirkstoffe so gut wie möglich zu erhalten.

 

 

Inhalte:
Barbara Schulz, mit freundlicher
Genehmigung vom Demmler Verlag

Ernten der Beeren

Die Beeren sind im Herbst reif, wenn keine grünen Beeren mehr an den Dolden sind. Beim Zusammendrücken tritt aus reifen Beeren roter Saft aus. Deshalb zieht man besser alte Kleidung an. Wie beim Sammeln der Blüten verwendet man eine Schere.

Verarbeiten der Beeren

Es dürfen nur gut ausgereifte Beeren verarbeitet werden. Der Verzehr grüner Beeren oder roher Früchte kann Vergiftungserscheinungen, wie Erbrechen, Durchfall und Benommenheit hervorrufen!

Die gewaschenen Beeren mit einer Gabel von den Dolden abstreifen. Die gut verlesenen Beeren sofort frisch weiterverarbeiten oder einfrieren.

Muttersaft aus den Beeren kann jederzeit wiederverwertet werden. Dazu werden die mit Wasser bedeckten Beeren kurz aufgekocht und über Nacht stehen gelassen. Anschließend durch ein sauberes Leinentuch pressen und in Flaschen bei 80 °C 20 Minuten lang sterilisieren. Die Flaschen vor dem Abfüllen heiß ausspülen.

Bei maximal 36 °C im Backofen getrocknete Beeren lassen sich für Tee verwenden oder wie Rosinen.

Nach dem Abkühlen in Dosen aufbewahren.

Holunderblütengelee

Zutaten:
30 Blütendolden
1,3 l Apfel- oder Orangensaft
2 Zitronen
500 g Gelierzucker 1:3

Die Blüten in Saft einlegen
(auch gemischter Saft).

1 Zitrone in Scheiben zu den Blüten geben. Alles mit einem Teller beschweren, damit die Blüten bedeckt sind.

Nach 24h durch ein Sieb oder Tuch abseihen. 1.200 ml Saft, Saft 1 Zitrone und Gelierzucker 4 Minuten aufkochen. Gelierprobe machen in heiß ausgespülte Schraubgläser abfüllen, fest verschließen und auf den Kopf stellen.


Holunderbeerensuppe

Zutaten:
500 g reife Holunderbeeren
1 l Wasser
geriebene Zitronenschale
Zimt
2 Nelken
80 g Honig,
Salz
1 EL Stärkemehl
1 Glas Apfelsaft

Die Beeren mit Zitronenschale, Zimt und Nelken in Wasser 10 Min. kochen. Durchsieben, Honig und Salz zugeben. Mit dem Stärkemehl andicken und Apfelsaft hinzufügen. Mit Mürbegebäck, gerösteten Semmelwürfeln oder süßen Eischneeklößchen anrichten. Zum Schluß einen Schuß süße Sahne obendrauf geben.