Wasseragenda / Gewässermonitoring

Die Wasseragenda hat sich als Teil der Oranienburger Agenda 21 seit 2005 ehrenamtlich mit den Oberflächengewässern in und um Oranienburg beschäftigt. Seit März 2014 ist die Wasseragenda ein Projekt der Lokalen Agenda 21 Oranienburg e.V.
Die Wasseragenda hat bisher folgende Themen bearbeitet:

•  Die Altarme der Havel einschließlich des Pinnower Sees, das Verschwinden von Wasserflächen und die Ursachen dazu.
•  Der Lehnitzsee, die Wasseranalysen, das Tiefenprofil, Makrophytenwachstum, die Eutrophierung der „Saubucht“
•  Das System Stintgraben, Bäke, Grabowsee. Analyse der Nährstoffeinträge, die Wasserqualität von Grabowsee und Oder-Havel-Kanal, die Probleme mit dem Oberflächenwasser der Siedlung Schmachtenhagen-West. Das Tiefenprofil vom Grabowsee. Der Wasserhaushalt dieses Systems.
•  Die Schnelle Havel im Bereich Liebenwalde – Malz, insbesondere Nährstoffbelastung und Sauerstoffgehalt im Vergleich zur Schifffahrtsstraße
•  Das Wassersystem des Oranienburger Schlossparks
•  Die Mitwirkung am Schülernetzwerk „Obere Havel“. Die Ergebnisse der Havelbefahrung und der Wasseranalysen im Bereich Fürstenberg – Hennigsdorf vom Sept. 2011.

Folgende Vorträge stehen zum Download (pps) zur Verfügung:
•  Lehnitzsee_2009
•  Bäke_2009
•  Schnelle Havel_2009
•  Langer Trödel_2009
•  Scheitelhaltung_HOW_2009.

Gewässer im Schlosspark Oranienburg:
Am 27.08.2014 fand in Zusammenarbeit mit dem Institut für Angewandte Gewässerökologie mbH eine Beprobung der Gewässer des Schlossparks statt (Gewässer_Schlosspark). Die Gewässer sind als wenig belastet einzustufen (Stufe 2). Interessant ist, dass durch die „Filterstrecken“ im ganzen Park eine starke Reduzierung des Gesamtphosphors zu verzeichnen ist.

Regelmäßiges Gewässermonitoring

Seit mehreren Jahren werden grundsätzlich monatlich Wasserproben an ausgewählten Messstellen der Oranienburger Gewässer untersucht. Die Messergebnisse ab 2013 bis 2014 sind in einer EXCEL-Tabelle zusammengestellt (Gewässermonitoring). Weitere Messergebnisse stehen auf Anfrage zur Verfügung.

Aktuelle Messergebnisse finden sich unter Gewässermonitoring_aktuell.

Nachfolgend sind die Ergebnisse für Ortho-Phosphat und Nitrat-N im Vergleich zu Gewässergüteklassen ab 2016 gezeigt. Die Nährstoffbelastungen sind danach relativ gering. Bei der Schnellen Havel ist der Phosphatgehalt mehrfach relativ hoch.

Ortho-Phosphat_2016_2017
 Nitrat-N_2016_2ß17

Vorträge zu Wasserthemen im Schloss Oranienburg

25.05.2014  Prof. Dr. Stefan Kaden, Lokale Agenda 21 Oranienburg e.V.
„Wassermanagement im Klimawandel“
Link zum Vortrag:    
INKABB_water_management_Kaden

26.08.2014  Frau Annette Dammann, LUGV Landesamt für  Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz Brandenburg
„Gewässerentwicklungsprojekt Schnelle Havel / Zwischenstand und Ziele“
Link zum Vortrag:   
WRRL_SchnelleHavel

Wassergeschichten, eine Broschüre der Jean-Clermont-Schule

Wassergeschichten_Broschüre

Projektantrag „Forum Oranienburger Wasser im Klimawandel – Anpassungsstrategien „

Im Rahmen der Ausschreibung „Anpassung an den Klimawandel“ des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit hatten das Institut für angewandte Gewässerökologie GmbH, die Lokale Agenda 21 Oranienburg e. V. mit weiteren Partnern im September 2014 eine Projektskizze  eingereicht.

Im April erhielten wir vom Projektträger Jülich des BMU die Mitteilung, dass unser Vorhaben positiv bewertet wurde und für eine Förderung vorgesehen ist. Der ausführliche Projektantrag wurde am 14.07.2015 eingereicht. Hier eine Kurzinformation dazu:

Für Oranienburg und dessen Umland sind Gewässer von zentraler Bedeutung – wirtschaftlich, ökologisch, touristisch und als Ökosystem. Das verfügbare Wasserdargebot wird durch unterschiedliche Akteure mehr oder weniger unbewusst und problemlos genutzt. Mit dem Klimawandel verbinden sich erhebliche Risiken hinsichtlich der Abflussverhältnisse, der Gewässergüte und –ökologie. Aufgrund der klimatischen Veränderungen und entsprechender Projektionen für die Region ist zu erwarten, dass Extremereignisse zunehmen (Hitze, Hochwässer, Trockenperioden) und das verfügbare Wasserdargebot vor allem in den Sommermonaten abnehmen wird. Damit verbunden werden bereits heute bestehende Nutzungskonflikte bzgl. Qualität und Menge des Wassers zunehmen.

Ziel des Projektes ist es, eine nachhaltiges Kooperationsforum auf lokaler / regionaler Ebene zu schaffen und dauerhaft zu etablieren, das die Einflüsse und Risiken von Klimaveränderungen auf die Oranienburger Gewässer erfasst und analysiert, die Folgen einordnet, Akteure für Konfliktpotentiale sensibilisiert, Handlungsfelder ermittelt und Lösungen initiiert. Dies soll betroffenen Akteuren bei ihren Planungs- und Entscheidungsprozessen helfen und sie dabei unterstützen, geeignete Präventions- und Verbesserungsmaßnahmen zu verwirklichen.

Exemplarisch sollen an vier Beispielproblemen konkrete Handlungsoptionen zur Anpassung an den Klimawandel aufgezeigt und greifbar gemacht werden.

  • Klimasensible Wassermengensteuerung und Wassergüteregelung
  • Revitalisierung von Havelaltarmen
  • Wassermanagement im Schlosspark Oranienburg
  • Regenwassermanagement Stadt Oranienburg.

Das Forum Oranienburger Wasser im Klimawandel – Anpassungsstrategie wird sich neben diesen Beispielprojekten der Thematik der wasserbezogenen Klimaanpassung in möglicher Breite widmen.

Eng verbunden mit dem Forum soll zur Bildungsarbeit für die Thematik Wasser, Klimawandel und Klimaanpassung beigetragen werden, z. B. mit einem on-line Simulationsspiel und einem Pilotprojekt „Grünes Klassenzimmer – Leben an und von der Havel in Oranienburg“. Ein wichtiger Meilenstein in diesem Zusammenhang ist die 800-Jahrfeier der Stadt Oranienburg 2016.

Das Projekt ist als Verbundprojekt mehrerer Partner konzipiert:

  • Institut für angewandte Gewässerökologie GmbH (IaG) Seddin , Koordinator
  • Lokale Agenda 21 Oranienburg e.V., Initiator und Verbundprojektpartner, kein eigener Projektantrag
  • Tourismus und Kultur Oranienburg gGmbH
  • DHI-WASY GmbH
  • Stadtwerke Oranienburg/Kommunaler Entwässerungsbetrieb .

Mit einer Bewilligung rechnen wir im Spätherbst 2015. Wir werden dann über den weiteren Ablauf informieren.